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Funktionelle endoskopische Nasennebenhöhlenchirurgie

Last Updated on 15/09/2021 by MTE Leben

Die funktionelle endoskopische Nasennebenhöhlenchirurgie (FESS) ist eine minimal-invasive Nasennebenhöhlenchirurgie, die mit einem starren Endoskop durchgeführt wird

Die funktionelle endoskopische Nasennebenhöhlenchirurgie (FESS) ist eine minimal-invasive Nasennebenhöhlenchirurgie, die mit einem starren Endoskop (ein Werkzeug mit einer Kamera an einem Ende) durchgeführt wird. Das primäre Ziel der FESS ist es, die Ventilation der Nebenhöhlen wiederherzustellen und die Reinigung von Nasensekret zu erleichtern. Die Operation ist wirksam bei der Entfernung von Polypen aus der Nase und den Nebenhöhlen und anderen Nasenanomalien, die erhebliche Atemprobleme wie eine abweichende Nasenscheidewand oder eine chronische Sinusitis verursachen können. Mit FESS kann der Chirurg auch durch die Nase an der Schädelbasis operieren und so äußeren Narben vorbeugen.

FESS wird mit einem starren Endoskop durchgeführt. Während der FESS führt ein HNO-Chirurg ein starres Endoskop (ein kleines Metallröhrchen mit einer Kamera und einer Lichtquelle) durch ein Nasenloch in die Nasenhöhle ein. Neben dem Endoskop werden auch chirurgische Instrumente eingeführt. Die Kamera ist an einen Monitor angeschlossen, auf dem vergrößerte Bilder der Strukturen der Nase und der Nebenhöhlen betrachtet werden können. Der Chirurg kann abnormales Gewebe oder Polypen erkennen und die Operation durchführen.

Warum wird eine funktionelle endoskopische Nasennebenhöhlenoperation durchgeführt?

Indikationen für die funktionelle endoskopische Nasennebenhöhlenchirurgie (FESS) sind:

Chronische oder rezidivierende Sinusitis trotz wiederholter medikamentöser BehandlungLiquor (Liquor)-Leckage Choanalatresie FremdkörperentfernungNasenblutungenOrbitale DekompressionOptikusdekompressionDakryozystorhinostomie (Chirurgie der Schädelbasis des Tumors nasolakrimal)

Wie wird die funktionelle endoskopische Nasennebenhöhlenchirurgie durchgeführt?

Die Operation wird in einem Krankenhaus unter Vollnarkose und selten unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Der Chirurg trägt ein abschwellendes Mittel in die Nase ein. Das Endoskop wird dann durch die Nasenlöcher eingeführt. Der Chirurg beurteilt zuerst die Nase und die Nebenhöhlen. Anschließend führt der Chirurg spezielle Instrumente durch das Endoskop ein, um das normale Gewebe neu zu positionieren und gegebenenfalls das abnormale Gewebe zu entfernen. Das Zielfernrohr hat eine angeschlossene Kamera, die Bilder der Nasenstrukturen zurück zum Chirurgen projiziert. Nach der Operation wird die Nase für 24 Stunden gepackt, sodass der Patient durch den Mund atmen muss. Die meisten Patienten können am selben Tag oder am Tag nach der Operation nach Hause gehen. Die Patienten können etwa eine Woche lang Schmerzen, Schwellungen, Blutergüsse, Nasenblockaden und blutigen Nasenausfluss verspüren. Zur Behandlung postoperativer Schmerzen werden in der Regel Schmerzmittel verschrieben. Zur Vorbeugung einer Infektion können Antibiotika verschrieben werden. Der Arzt wird auch abschwellende Nasentropfen und -sprays mit Antihistaminikum verschreiben, um Verstopfung und Ausfluss zu reduzieren und Schleim und Blutgerinnsel aus der Nase zu entfernen.

Was sind die Vorteile der funktionellen Endoskopie? Nasennebenhöhlenoperation?

Die Vorteile der funktionellen endoskopischen Nasennebenhöhlenchirurgie (FESS) gegenüber der herkömmlichen Nasennebenhöhlenchirurgie umfassen:

MinimalinvasivBesserer Zugang zu inneren StrukturenZugang zu Augen- und SchädelbasisstrukturenBessere und dauerhaftere ErgebnisseWeniger SchmerzenKeine äußeren Schnitte oder NarbenGeringeres KomplikationsrisikoMinimale postoperative BlutungenWeniger GewebeentfernungGeringere Schäden an normalen StrukturenSchnellere Genesung

Was sind die Komplikationen einer funktionellen endoskopischen Nasennebenhöhlenchirurgie?

Die Operation ist sicher und Komplikationen sind im Allgemeinen selten.

Gelegentlich können einige schwerwiegende Komplikationen auftreten. Die Rate schwerer Komplikationen liegt unter 0,5%. Dazu gehören:

Verletzung der A. carotis interna (ICA) Schädelbasisfraktur, die zu Blutungen oder Liquoraustritt führt Schädigung des Auges oder des Sehnervs, die zur Erblindung führtUnkontrollierbare BlutungenMeningitis (Infektion und Entzündung des Gehirns) Geringfügige Komplikationen: Diese sind in der Regel leicht behandelbar:

Synechien (Adhäsionen)Geringe BlutungenVerstopfung des TränennasengangsVorübergehender Verlust und verminderter Geruch Wiederauftreten der Krankheit

FRAGE

Wie viel Prozent der menschlicher Körper ist Wasser? Siehe Antwort Medizinisch begutachtet am 12.01.2021

Verweise

https://emedicine.medscape.com/article/863420-Übersicht

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3273939/

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