Tourette-Syndrom: Informieren Sie sich über die Behandlung und Symptome

Last Updated on 08/10/2021 by MTE Leben
Welche Forschungen werden zum Tourette-Syndrom durchgeführt?
In der Bundesregierung ist der führende Unterstützer der Forschung zum Tourette-Syndrom und anderen neurologischen Erkrankungen die Nationales Institut für neurologische Erkrankungen und Schlaganfall (NINDS). Das NINDS, ein Teil der National Institutes of Health (NIH), ist für die Unterstützung und Durchführung der Forschung zum Gehirn und Zentralnervensystem zuständig.
NINDS fördert die Forschung zum Tourette-Syndrom sowohl in seinen Labors am NIH als auch durch Zuschüsse an große medizinische Einrichtungen im ganzen Land. Das National Institute of Mental Health, das National Center for Research Resources, das National Institute of Child Health and Human Development, das National Institute on Drug Abuse und das National Institute on Deafness and Other Communication Disorders unterstützen ebenfalls Forschungen, die für das Tourette-Syndrom relevant sind. Und eine weitere Komponente des Ministeriums für Gesundheit und menschliche Dienste, die Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten, finanzieren professionelle Bildungsprogramme sowie die Tourette-Syndrom-Forschung.
Das Wissen über das Tourette-Syndrom stammt aus Studien in einer Reihe von medizinischen und wissenschaftlichen Disziplinen, darunter Genetik, Neuroimaging, Neuropathologie, klinische Studien (Medikamente und Nichtmedikamente), Epidemiologie, Neurophysiologie, Neuroimmunologie und deskriptive/diagnostische klinische Wissenschaft.
Genetische Studien. Derzeit führen NIH-finanzierte Forscher eine Vielzahl von groß angelegten genetischen Studien durch. Schnelle Fortschritte in der Technologie der Genfindung werden genomweite Screening-Ansätze beim Tourette-Syndrom ermöglichen, und das Auffinden eines Gens oder von Genen für das Tourette-Syndrom wäre ein wichtiger Schritt zum Verständnis genetischer Risikofaktoren. Darüber hinaus wird das Verständnis der Genetik der Tourette-Syndrom-Gene die klinische Diagnose stärken, die genetische Beratung verbessern, zur Klärung der Pathophysiologie führen und Hinweise für wirksamere Therapien liefern.
Neuroimaging-Studien. In den letzten 5 Jahren haben Fortschritte in der Bildgebungstechnologie und eine Zunahme an ausgebildeten Ermittlern zu einem zunehmenden Einsatz neuartiger und leistungsstarker Techniken zur Identifizierung von Gehirnregionen, Schaltkreisen und neurochemischen Faktoren geführt, die beim Tourette-Syndrom und verwandten Erkrankungen wichtig sind.
Neuropathologie: In den letzten 5 Jahren hat die Zahl und Qualität der für Forschungszwecke verfügbaren postmortalen Gehirnspenden von Patienten mit Tourette-Syndrom zugenommen. Dieser Anstieg, gepaart mit Fortschritten bei neuropathologischen Techniken, hat zu ersten Ergebnissen geführt, die Auswirkungen auf Neuroimaging-Studien und Tiermodelle des Tourette-Syndroms haben.
Klinische Studien: Eine Reihe von klinischen Studien zum Tourette-Syndrom wurden kürzlich abgeschlossen oder laufen derzeit. Dazu gehören Studien zur stimulierenden Behandlung von ADHS beim Tourette-Syndrom und Verhaltensbehandlungen zur Verringerung der Tic-Schwere bei Kindern und Erwachsenen. Auch kleinere Studien mit neuartigen Behandlungsansätzen wie Dopaminagonisten und GABAergen Medikamenten sind vielversprechend.
Epidemiologie und klinische Wissenschaft. Sorgfältige epidemiologische Studien schätzen nun die Prävalenz des Tourette-Syndroms bei einem breiteren klinischen Schweregrad wesentlich höher ein als bisher angenommen. Darüber hinaus liefern klinische Studien neue Erkenntnisse zum Tourette-Syndrom und Begleiterkrankungen. Dazu gehören Subtypisierungsstudien von Tourette-Syndrom und Zwangsstörung, eine Untersuchung des Zusammenhangs zwischen ADHS und Lernproblemen bei Kindern mit Tourette-Syndrom, eine neue Einschätzung der sensorischen Tics und die Rolle gleichzeitig bestehender Störungen bei Wutattacken. Einer der wichtigsten und umstrittensten Bereiche der Tourette-Syndrom-Wissenschaft betrifft die Beziehung zwischen dem Tourette-Syndrom und einer autoimmunen Hirnschädigung, die mit beta-hämolytischen Streptokokken-Infektionen der Gruppe A oder anderen infektiösen Prozessen verbunden ist. In diesem faszinierenden Gebiet laufen derzeit eine Reihe epidemiologischer und klinischer Untersuchungen.




