Was sind die 8 Phasen der EMDR-Therapie? Behandlungsstufen

Last Updated on 08/10/2021 by MTE Leben
Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) ist eine Form der Psychotherapie zur Behandlung von Menschen mit psychischen Problemen wie:
Die EMDR-Therapie wurde ursprünglich entwickelt, um Symptome zu lindern, die mit einer ungesunden Verarbeitung traumatischer Erinnerungen verbunden sind. Die Therapie soll die Gehirnzellen neu starten und dem Gehirn helfen, diese traumatischen Erinnerungen wieder zu verarbeiten und gesunde Bewältigungsmechanismen zu entwickeln.
8 Behandlungsphasen der EMDR-Therapie
EMDR basiert auf dem Konzept, dass bestimmte Augenbewegungen die Intensität negativer Emotionen wie Angst und Depression reduzieren. Die Therapie hat acht Behandlungsphasen:
1. Anamnese und Behandlungsplanung In der ersten Phase wird eine gründliche Anamnese erhoben, um das spezifische Trauma, das Sie betrifft, sowie dessen Intensität und mögliche Auslöser zu identifizieren. Ihr Therapeut wird dann Behandlungsziele festlegen, die für die sequentielle Verarbeitung priorisiert werden.
2. Vorbereitung
Ihr Therapeut hilft Ihnen, das Problem zu besprechen und gibt Ihnen einen Überblick über den Behandlungsplan. Sie werden Ihnen im Detail erklären, was Ihrer Meinung nach Ihre Symptome verursacht und wie Sie lernen können, Ihr Trauma auf gesunde Weise zu verarbeiten. Sie können Ihnen einige Techniken zur Selbstkontrolle beibringen (tiefe Atmung, progressive Muskelentspannung usw.), die Ihnen helfen, Ihren Geist zu beruhigen und Ihre Angst zu reduzieren.
3. Bewertung
Sie und Ihr Therapeut werden zusammenarbeiten, um die Zielerinnerung zu identifizieren, die emotionalen Stress auslöst:
Welcher Vorfall hat das Trauma verursacht? (War es ein sexueller Übergriff, ein Unfall, der Tod eines Angehörigen?) Welches Bild ist am beständigsten mit der Erinnerung verbunden? Welche Relevanz hat das traumatische Ereignis für die Gegenwart? (Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass es wiederkehrt?) Während dieser Phase der EMDR-Therapie kann ein positiver Glaube eingeführt werden („Sie sind jetzt sicher“), um den durch das Trauma verursachten negativen Emotionen entgegenzuwirken.
4. Desensibilisierung
In dieser Phase wird das störende Ereignis rational bewertet. Ihr Therapeut wird versuchen, Ihnen zu helfen, die Art und Weise zu ändern, wie Ihr Gehirn Trauma mit seinem Auslöser in Verbindung bringt.
Sie werden aufgefordert, sich auf ein Bild zu konzentrieren, das eine negative Reaktion hervorruft, während Sie gleichzeitig Augenbewegungen mit bilateraler Stimulation ausführen. Die bilaterale Stimulation erfolgt in einer Reihe von Sätzen, die jeweils etwa 25 Sekunden dauern. Nach jedem Satz Augenbewegungen werden Sie aufgefordert, tief durchzuatmen und Feedback zu Ihren Erfahrungen während des vorangegangenen Satzes zu geben.
Abhängig von der Intensität Ihrer Reaktion auf das Trauma kann Ihr Arzt die Länge, Geschwindigkeit und Art der Stimulation anpassen, die verwendet wird, um Ihre Augenbewegungen auszulösen.
5. Installation
Hier wird Ihr Therapeut mit Ihnen zusammenarbeiten, um einen positiven Glauben tief in Ihren Denkprozess zu „installieren“, dh er wird Ihnen helfen, den positiven Glauben zu stärken, sodass er den negativen ersetzt. Wenn Sie beispielsweise als Kind tätlich angegriffen wurden, wird Ihnen geholfen, zu erkennen, dass Sie als Erwachsener in der Lage sind, Angriffen zu widerstehen.
Dieser Prozess wird fortgesetzt, bis Ihr Stressgefühl nachlässt und Sie nach jedem Satz positivere Gefühle verspüren.
6. Körperscan Nach der Installationsphase werden Sie gebeten, das traumatische Ereignis zurückzubringen, um es neu zu bewerten. Dies soll Ihrem Therapeuten helfen zu erkennen, ob ein Resttrauma vorhanden ist; mit anderen Worten, ob das Ereignis eine somatische Reaktion wie einen erhöhten Puls hervorruft. erhöhter Blutdruck oder Muskelverspannungen. Wenn Sie immer noch negative Emotionen im Zusammenhang mit dem Ereignis haben, wird Ihr Therapeut mit Sitzungen mit bilateralen Augenbewegungen fortfahren.
7. Schließung
Ihr Therapeut wird Stressabbautechniken betonen und Sie bitten, die Störungen, die zwischen den Sitzungen auftreten, aufzuzeichnen und Sie darin zu coachen, wie Sie damit umgehen können.
8. Neubewertung
Ihr Therapeut wird die Wirksamkeit der Behandlung und die Notwendigkeit weiterer Sitzungen beurteilen und bei Bedarf eine Folgesitzung planen.




