Statistiken zur psychischen Gesundheit und Krankheit bei LGBTQ+: Die Prävalenz von psychischen Erkrankungen, Suizidrisiko und Hilfe zur psychischen Gesundheit

Last Updated on 12/10/2021 by MTE Leben
Jeder vierte Mensch auf der Welt wird irgendwann in seinem Leben an einer psychischen Erkrankung leiden, was psychische Erkrankungen zu einer der führenden Behinderungen weltweit macht. Allerdings leidet eine bestimmte Gruppe von Menschen noch mehr an einer psychischen Erkrankung: die LGBTQ+-Community. Diese Personen stehen vor einzigartigen Herausforderungen, die ihre psychische Gesundheit und ihren allgemeinen Lebensunterhalt bedrohen. Werfen wir einen Blick auf einige Fakten und Statistiken in Bezug auf die LGBTQ+-Bevölkerung und ihre Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen. Diese basieren auf Schätzungen aus mehreren Umfragen, die auf Psychiatry.org zu finden sind:
LGBTQ+ Bevölkerung in den USA
Ungefähr 9 Millionen Erwachsene in den USA (oder 3,8 %) identifizieren sich als schwul oder lesbisch (1,7 %), bisexuell (1,8 %) oder transgender (0,3 %). Ungefähr 19 Millionen Amerikaner (8,2%) berichten von gleichgeschlechtlichem Sexualverhalten. Fast 25,6 Millionen Amerikaner (11 %) geben zumindest eine gewisse gleichgeschlechtliche sexuelle Anziehung zu.
Prävalenz psychischer Erkrankungen in der LGBTQ+-Community
LGBTQ-Personen haben mehr als doppelt so häufig eine psychische Erkrankung wie Heterosexuelle In der LGBTQ-Community ist die Wahrscheinlichkeit 2,5-mal höher Depression, Angst und Drogenmissbrauch im Vergleich zu Heterosexuellen. 31 % der älteren Erwachsenen in der LGBTQ-Community berichten von depressiven Symptomen und 39 % berichten von ernsthaften Selbstmordgedanken. Frauen, die sich als lesbisch oder bisexuell identifizieren, haben im letzten Monat mehr als doppelt so häufig Alkohol getrunken wie heterosexuelle Frauen.
Selbstmordrisiko und -rate bei LGBTQ+-Personen
Bei LGBTQ-Personen im Alter von 10 bis 24 Jahren ist Selbstmord eine der Haupttodesursachen. Afroamerikanische, hispanische, indianische oder gemischtrassige/gemischte Transgender-Personen haben ein höheres Selbstmordrisiko als weiße Transgender-Personen. Die Rate der Suizidversuche bei lesbischen, schwulen und bisexuellen Jugendlichen ist viermal höher und bei Jugendlichen, die ihre sexuelle Identität in Frage stellen, zweimal höher als bei heterosexuellen Jugendlichen.
Statistiken zur Diskriminierung von LGBTQ+
Transgender-Personen haben höhere Arbeitslosen- und Armutsraten als Nicht-Transgender-Personen. Menschen in der LGBTQ-Community werden häufiger Opfer von Gewalt als heterosexuelle Menschen. Viele LGBTQ-Personen haben berichtet, dass sie sich bei der Suche nach Gesundheitsdiensten stigmatisiert oder diskriminiert fühlen. LGBTQ-Personen haben möglicherweise weniger soziale Unterstützung als heterosexuelle Personen.




