Warum ein dominanter Partner damit verbunden ist, in einer Beziehung unglücklich zu sein

Last Updated on 08/10/2021 by MTE Leben
21. Dezember 2016 Von Dr. Lisa Hoplock
Das Problem: Menschen haben das Bedürfnis, sich autonom zu fühlen (dh sie müssen das Gefühl haben, etwas zu tun, weil sie es wollen und nicht, weil sie jemand dazu gezwungen hat).1 Wenn Menschen dominant sind, versuchen sie, die Kontrolle über die Situation zu übernehmen, Dies kann dazu führen, dass sich andere weniger autonom fühlen.2 Das Gefühl der Kontrolle kann entmutigend sein und ist mit einem schlechten Wohlbefinden verbunden.3 Und Menschen mit dominanten Partnern neigen dazu, in der Beziehung unglücklich zu sein (dh sie haben eine geringere Beziehungszufriedenheit).4 Die Forscher wollten verstehen, warum ein dominanter Partner mit einer geringeren Beziehungszufriedenheit verbunden ist.2
Wie sie es gemacht haben: Die Forscher baten 92 heterosexuelle Paare, die zusammenleben, 20 Tage lang jeden Tag Fragebögen auszufüllen. Jedes Mitglied des Paares beantwortete Fragen zu Interaktionen, die sie an diesem Tag mit ihrem romantischen Partner hatten. Sie wurden gefragt, wie dominant sie in der Interaktion waren (Beispielitem: „Ich setze mir Ziele für die anderen oder für uns“), wie autonom sie sich fühlten (dh „inwieweit spiegelte Ihr Verhalten Ihre eigenen Entscheidungen und Werte wider“ gegenüber internem und externem Druck“) und welche Emotionen sie erlebten (z. B. wie frustriert sie waren). Am Ende der 20 Tage berichtete jedes Paarmitglied auch, wie glücklich sie in der Beziehung waren.
Was sie herausfanden: Wenn sich ein Partner an einem bestimmten Tag dominanter verhält, als sie es normalerweise tun, fühlten sich die Menschen an diesem Tag mehr verärgert als normalerweise. Wieso den? Weil sie sich dadurch weniger autonom fühlten als sonst. Je verärgerter Menschen über die Dominanz ihres Partners waren, desto weniger glücklich waren sie in der Beziehung. Die Ergebnisse waren die gleichen, wenn Männer dominant waren oder Frauen dominant waren.
Take away: Dominanz ist mit einer geringeren Beziehungszufriedenheit verbunden, da die Dominanz eines Partners dazu führen kann, dass man sich unglücklich und weniger autonom fühlt. Versuchen Sie, die Macht in Ihrer Beziehung zu teilen. Vielleicht ist dies ein Grund, warum Menschen in egalitären Beziehungen dazu neigen, in ihren Beziehungen (und ihrem Leben) glücklicher zu sein.5
1Deci, EL, & Ryan, RM (2008). Selbstbestimmungstheorie: Eine Makrotheorie der menschlichen Motivation, Entwicklung und Gesundheit. Kanadische Psychologie, 49, 182-185.
2 Sadikaj, G., Moskowitz, DS, & Zuroff, DC (2016). Eine negative affektive Reaktion auf das dominante Verhalten des Partners beeinflusst die Zufriedenheit mit der romantischen Beziehung. Zeitschrift für soziale und persönliche Beziehungen. Online-Publikation im Voraus. doi: 10.1177/0265407516677060
3Ryan, RM & Deci, EL (2006). Selbstregulation und das Problem der menschlichen Autonomie: Braucht die Psychologie Wahl, Selbstbestimmung und Willen? Zeitschrift der Persönlichkeit, 74, 1557-1585.
4Cundiff, JM, Smith, TW, Butner, J., Critchfield, KL, & Nealey-Moore, J. (2015). Zugehörigkeit und Kontrolle in der ehelichen Interaktion: Zwischenmenschliche Komplementarität ist vorhanden, aber nicht mit Affekt oder Beziehungsqualität verbunden. Bulletin für Persönlichkeits- und Sozialpsychologie, 41, 35–51. doi:10.1177/0146167214557002
5 Gray-Little, B. & Burks, N. (1983). Macht und Zufriedenheit in der Ehe: Eine Überprüfung und Kritik. Psychologisches Bulletin, 93, 513-538.
Dr. Lisa Hoplock – Wissenschaft der Beziehungen Artikel | Website/CV
Lisas Forschung untersucht, wie Persönlichkeitsmerkmale wie Selbstwertgefühl und Bindung zwischenmenschliche Prozesse in mehrdeutigen sozialen Situationen beeinflussen – Situationen, in denen sowohl Belohnungen als auch Kosten entstehen – wie soziale Unterstützungskontexte, Beziehungsanbahnung, und Heiratsanträge.
