Läuft rheumatoide Arthritis in Familien?

Last Updated on 07/09/2021 by MTE Leben
Rheumatoide Arthritis (RA) ist eine Autoimmunerkrankung, die häufig in Familien auftritt
Rheumatoide Arthritis (RA) tritt in der Regel in Familien auf. Ihre Wahrscheinlichkeit, an RA zu erkranken, wird jedoch nicht allein durch die Familienanamnese der Krankheit bestimmt. Es wird auch durch Umweltfaktoren wie Alter, Fettleibigkeit und Rauchen beeinflusst.
RA ist eine Autoimmunerkrankung, die sich aus dem Zusammenspiel von ererbten und umweltbedingten Faktoren entwickelt:
Vererbt: Gene, die von Ihren Eltern an Sie weitergegeben werden Umwelt: Dinge, denen Sie in Ihrer Umgebung ausgesetzt sind, wie z. B. Zigarettenrauch
Wer ist gefährdet, an rheumatoider Arthritis zu erkranken?
Genetische Risikofaktoren
Wenn Sie Verwandte mit RA haben, haben Sie ein höheres Risiko, an der Krankheit zu erkranken. Und wenn es sich um Verwandte ersten Grades handelt, ist die Wahrscheinlichkeit, an RA zu erkranken, mehr als doppelt so hoch. Wissenschaftler haben über 100 genetische Veränderungen identifiziert, die bei Menschen mit RA häufiger auftreten.
Auch die Familienanamnese anderer Autoimmunerkrankungen erhöht das RA-Risiko erheblich. Dazu gehören:
Lupus Sklerodermie Schilddrüsenerkrankungen (Hypothyreose und Hyperthyreose) Entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa)Studien haben auch gezeigt, dass auch nicht-autoimmune Erkrankungen wie Schlafapnoe, Lungenfibrose und Autismus das RA-Risiko erhöhen können, obwohl Ärzte den Grund dafür nicht kennen.
Andere Risikofaktoren
Abgesehen von der Vererbung können weitere Risikofaktoren für RA sein:
Alter: Die Krankheit tritt hauptsächlich bei Menschen zwischen 40 und 60 Jahren auf. Hormone: RA betrifft Frauen mehr als Männer. Rauchen: Wenn Sie rauchen, entwickeln Sie eher RA. Fettleibigkeit: Übergewicht, insbesondere wenn Sie unter 55 Jahre alt sind, kann das RA-Risiko erhöhen.
Kann ich etwas tun, um RA zu verhindern?
Obwohl es keinen definitiven Weg zur Vorbeugung von RA gibt, können Sie Ihr Risiko möglicherweise senken, indem Sie:
mit dem Rauchen aufhören: Nach erblichen Faktoren ist Rauchen der nächstgrößere Faktor, der Ihre Wahrscheinlichkeit erhöht, an RA zu erkranken. Es kann auch das Fortschreiten der Krankheit verschlimmern und zu mehr Gelenkschäden führen, insbesondere wenn Sie 55 Jahre oder älter sind. Pflege Ihres Zahnfleisches: Neue Forschungen legen nahe, dass es einen Zusammenhang zwischen RA und Zahnfleischerkrankungen gibt. Zweimal täglich Zähneputzen, regelmäßige Verwendung von Zahnseide und regelmäßige Besuche beim Zahnarzt können daher hilfreich sein. Gewichtskontrolle: Übergewicht erhöht das Risiko von Gelenkverschleiß. Die Aufrechterhaltung eines gesunden Gewichts kann daher Ihr Risiko für Arthritis, einschließlich RA, senken. Eine frühzeitige Behandlung kann dazu beitragen, das Fortschreiten der Krankheit zu verzögern, wodurch Ihre Gelenke weniger schmerzhaft und anfällig für Schäden werden. Idealerweise sollten Sie die Behandlung innerhalb von 3-6 Monaten nach Auftreten der ersten Symptome beginnen.
DIASHOW
Was ist rheumatoide Arthritis (RA)? Symptome, Behandlung, Diagnose Siehe Diashow Medizinisch begutachtet am 19.05.2021
Verweise
Die Genetik der rheumatoiden Arthritis. https://nras.org.uk/resource/the-genetics-of-rheumatoid-arthritis/
Kronzer VL, Crowson CS, Sparks JA, et al. Familienanamnese von rheumatischen, Autoimmun- und Nichtautoimmunerkrankungen und das Risiko einer rheumatoiden Arthritis. Arthritis Care Res (Hoboken). 2021 Feb. 73(2):180-187.




