Möchten Sie an Ihrem Urlaubstermin Glück haben? Überspringe die Mistel und trage stattdessen Rot

Last Updated on 08/10/2021 by MTE Leben
Ob Sie Weihnachten feiern oder nicht, jeder weiß, dass Rot eine der Farben ist, die mit diesem Feiertag verbunden sind. Es ist die Farbe von Santas Anzug, Rudolphs Nase und diesen kitschigen Wollpullovern, die man unweigerlich auf der Weihnachtsfeier im Büro sieht. Neuere Forschungen deuten jedoch darauf hin, dass Rot uns auf mehr als nur Eierlikör und Geschenke „in Stimmung“ bringt – es erhöht auch, wie attraktiv und sexuell begehrenswert wir andere Menschen finden.
Wie wir bereits besprochen haben, fühlen sich Männer „verliebter“, wenn sie eine Frau in Rot sehen, als wenn sie fast jede andere Farbe trägt (einschließlich Grün, Grau und Blau).1 Männer berichten nicht nur, dass sie sich sexuell mehr angezogen fühlen Frauen in Rot, aber sie zeigen auch mehr Bereitschaft, ihr Portemonnaie zu öffnen und ihr ein teures Date zu gönnen!
Diese Effekte sind jedoch nicht auf Männer beschränkt. Neuere Forschungen haben gezeigt, dass Frauen auch von Männern erregt werden, die rote Kleidung tragen.2 Was diese Ergebnisse besonders interessant macht, ist, dass sich weder Männer noch Frauen bewusst zu sein scheinen, dass die Farbe Rot ihre Wahrnehmung von Attraktivität beeinflusst.
Warum erzeugt Rot diese Effekte? Die meisten bisher angebotenen Erklärungen basieren auf der Evolutionstheorie, aber es wird angenommen, dass der genaue Mechanismus für Männer und Frauen unterschiedlich ist. Das Argument für Frauen ist, dass sie sich tendenziell zu Männern mit Status hingezogen fühlen und die Farbe Rot ein potenzieller Indikator dafür ist, dass ein Mann ein hohes soziales Ansehen hat. Dieser Zusammenhang zwischen Rot und Status ist ziemlich offensichtlich, wenn man darüber nachdenkt. Welche Farbe würde zum Beispiel ein König tragen? Oder welchen Farbteppich würden wir für eine Berühmtheit ausrollen? Rot war in der Vergangenheit ein Zeichen von Reichtum und Prestige, und aus diesem Grund wird vermutet, dass Frauen eine Vorliebe für in dieser Farbe drapierte Männer entwickelt haben.
Das Argument, warum Männer sich für Damen in Rot entscheiden, hat dagegen nichts mit sozialem Status zu tun. Forscher argumentieren, dass Männer einfach durch biologische und soziale Prozesse konditioniert wurden, um diese Farbe als sexuelles Signal zu sehen. Zum Beispiel wird das Weibchen der Art sowohl bei menschlichen als auch bei nicht-menschlichen Primaten buchstäblich rot, wenn sie sexuell erregt ist oder kurz vor dem Eisprung steht. Ein Beispiel dafür ist, dass die meisten Frauen beim Einschalten einen sogenannten „Sex Flush“ erleben, bei dem sich Teile ihres Körpers aufgrund einer erhöhten Durchblutung rötlich verfärben.3 Zusätzlich zu diesen biologischen Prozessen sagt die Gesellschaft den Frauen, dass der Weg, sich jünger und attraktiver zu machen, darin besteht, ihre Gesichter mit rotem Lippenstift und Rouge zu bemalen, was die Wahrnehmung der Männer weiter verstärkt, dass Rot und Sex miteinander verbunden sind.
Es ist sicherlich noch mehr Arbeit erforderlich, um diese vorgeschlagenen Erklärungen zu überprüfen und auch zu untersuchen, ob bei Schwulen und Lesben ähnliche Muster auftreten. Vorerst scheint es jedoch genügend Beweise dafür zu geben, dass das Tragen von Rot Ihnen wahrscheinlich sowohl einen glücklichen als auch einen geilen Urlaub bescheren wird!
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1Elliot, A. J. & Niesta, D. (2008). Romantisches Rot: Rot verstärkt die Anziehungskraft von Männern auf Frauen. Zeitschrift für Persönlichkeits- und Sozialpsychologie, 95, 1150-1164.
2Elliot, AJ, Niesta Kayser, D., Greitemeyer, T., Lichtenfeld, S., Gramzow, RH, Maier, MA, & Liu, H. (2010). Rot, Rang und Romantik bei Frauen, die Männer sehen. Zeitschrift für experimentelle Psychologie: Allgemein, 139, 399-417.
3Masters, W. & Johnson, V. (1966). Menschliche sexuelle Reaktion. Boston: Klein, Braun.
Dr. Justin Lehmiller – Wissenschaft der Beziehungen Artikel | Website/CV
Das Forschungsprogramm von Dr. Lehmiller konzentriert sich darauf, wie Geheimhaltung und Stigmatisierung die Beziehungsqualität sowie die physische und psychische Gesundheit beeinflussen. Er forscht auch zu Engagement, Sexualität und Safer-Sex-Praktiken.
