Anatomie, Funktion und Diagramm des genitofemoralen Nervs | Körperkarten

Last Updated on 19/09/2021 by MTE Leben
Der N. genitofemoralis ist ein Zweig des Plexus lumbalis, einer von drei Komponenten des größeren Plexus lumbosacral (ein Netzwerk von sich kreuzenden Nerven in der unteren Wirbelsäule).
Von dieser Quelle aus durchdringt es die Vorderseite des Psoas major – des Muskels, der die Wirbelsäule stabilisiert und die Rotation der Hüften steuert. An diesem Punkt teilt es sich in seine beiden namensgebenden Zweige (oder Rami) auf: den genitalen Ramus und den femoralen Ramus.
Bei Frauen endet der Genitalast in Sinnesästen, die die großen Schamlippen (Teil der äußeren Geschlechtsorgane) versorgen. Beim Mann ist der Ast Teil des Samenstrangs und fungiert zusätzlich als Motor für den Kremasterreflex. Der Cremaster ist ein Muskel, der die Hoden hebt und senkt. Sensorische Fasern im oberen männlichen Oberschenkel reagieren auf sanfte Berührung, stimulieren die motorischen Fasern des Genitalastes des N. genitofemoralis und bewirken eine Kontraktion des Kremasters, wodurch die Hoden auf derselben Seite angehoben werden.
Die Funktion des Femurastes des N. genitofemoralis ist bei beiden Geschlechtern ausschließlich der Sinneswahrnehmung vorbehalten. Es verbindet sich mit dem Hautbereich unterhalb des Leistenbandes, das sich von der Hüfte bis zum Schambein in der Leiste erstreckt.