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Schweigen ist Gold: Wie Schweigen Ihrer Beziehung nützen kann

Last Updated on 08/10/2021 by MTE Leben

8. September 2015 Von Amy Newberg

Wenn Sie jemanden zum ersten Mal treffen, kann sich eine Gesprächspause unangenehm und unangenehm anfühlen, was darauf hindeutet, dass diese neue Bekanntschaft vielleicht nicht so schnell Ihre neue BFF wird. Ein solches Szenario spiegelt eine im Allgemeinen einfache Regel der Beziehungsaufnahme wider: Wenn Gespräche zwischen Fremden leicht verlaufen, neigen Menschen dazu, sich miteinander verbunden zu fühlen, und dieser Fluss kann den Beginn einer bedeutungsvollen Beziehung anzeigen. Auch wenn Gespräche unterbrochen oder anderweitig schwierig sind, kann dieser Mangel an Fluss dazu führen, dass sich Menschen, die sich gerade erst kennengelernt haben, abgekoppelt fühlen. Aber wie sieht es mit langfristigen Beziehungen aus? Ist eine Gesprächsunterbrechung für Paare genauso schädlich wie für Fremde?

Forscher der Universität Groningen in den Niederlanden haben sich dieser Frage angenommen1 und ihre Arbeit legt nahe, dass eine Gesprächspause Ihrer romantischen Beziehung tatsächlich zugute kommen kann – WENN Sie sich bereits mental mit Ihrem Partner verbunden fühlen. In einer Studie fragten die Forscher zunächst romantische Paare, wie sicher sie ihre Beziehung einschätzen („Es ist wahrscheinlich, dass mein Partner unsere Beziehung innerhalb der nächsten 6 Monate beendet“) und wie verbunden sie mit ihren Beziehungspartnern waren („Meine aktuellen Partner fühlt sich stark mit mir verbunden“). Die romantischen Partner wurden dann gebeten, sich über Headsets in separaten Kabinen zu unterhalten. Bei der Hälfte der Paare floss das Gespräch sofort von Headset zu Headset – es gab keine unangenehmen Verzögerungen oder Verzögerungen (wie es beispielsweise bei Handygesprächen oft vorkommen kann). Bei der anderen Hälfte der Paare erlebten sie eine Verzögerung von einer Sekunde während ihres Gesprächs über die Headsets. Nach dem Gespräch wurden die Teilnehmer gefragt, wie bestätigt sie sich während des Gesprächs fühlten („Ich fühlte mich bestätigt in meiner Meinung“, „Ich hatte das Gefühl, dass mein Partner meine Meinung teilte“).

Bei Personen, die angaben, sicher und stark mit ihrem Partner verbunden zu sein, führte ein unterbrochenes Gespräch (mit einer Verzögerung von einer Sekunde) tatsächlich dazu, dass sich während des Gesprächs mehr Bestätigung und Übereinstimmung mit ihrem Partner fühlten als bei einem ungestörten Gespräch. Bei Personen, die angaben, in ihren Beziehungen weniger stark verbunden zu sein, änderte sich das Gefühl der Übereinstimmung nicht, wenn ein Paar ein unterbrochenes Gespräch führte, im Vergleich zu einem ungestörten. Dieses Ergebnis mag kontraintuitiv erscheinen – dh Menschen, die eine Verzögerung erlebten, würden sich eher weniger sozial bestätigt fühlen – aber die Forscher schlagen vor, dass, wenn sich Menschen in ihren Partnerschaften sehr verbunden und sicher fühlen, eine Gesprächspause den Beziehungspartnern überlassen könnte, „die Lücken“ für sich. Wenn sich das Gespräch verzögert, können Partner Informationen verwenden, die sie bereits über die Beziehung haben, um die Überzeugungen ihrer Partner zu übernehmen. Wenn sich das Paar sehr verbunden fühlt, werden sie wahrscheinlich folgern, dass sie auf derselben Wellenlänge sind, wodurch sie sich noch besser verstanden fühlen. Für Menschen, die sich noch nicht so verbunden fühlen, geben diese Störungen nicht die gleiche Beruhigung. Vielmehr verstärken sie wahrscheinlich nur den bereits gefühlten Mangel an Verbindung.

Diese Forschergruppe berichtet über ähnliche Ergebnisse in anderen engen nicht-romantischen Paaren (zB Freundschaften und Familie). Es scheint, dass Stille oder andere Unterbrechungen im Gespräch, je näher Sie sich jemandem fühlen, für Ihre Beziehung von Vorteil sein können, da Gefühle der Zustimmung, die die Unterbrechungen tendenziell begleiten, für Ihre Beziehung von Vorteil sein können. In Beziehungen ist Schweigen manchmal Gold wert.

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1Koudenburg, N., Gordijn, E. & Postmes, T. (2014). Mehr als Worte: Soziale Anerkennung in engen Beziehungen. Bulletin für Persönlichkeits- und Sozialpsychologie, 40, 1517-1528.

Amy Newberg, Doktorandin, UMass Amherst – Science of Relationships Artikel

BS, Florida State University



Im Großen und Ganzen konzentriert sich Amys Forschung auf die Bindung von Erwachsenen, die Kommunikation von Paaren und wie Paare ihre Beziehungen wahrnehmen. Derzeit interessiert sie sich dafür, wie romantische Partner bei Meinungsverschiedenheiten miteinander verhandeln. Amy verwendet Selbstberichtsmethoden sowie Verhaltenscodierung, um ihre Forschungsfragen zu untersuchen.

Bildkurs: yourtango.com

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