Ich bekomme KAUFEN mit ein wenig Hilfe von meinen Freunden.

Last Updated on 08/10/2021 by MTE Leben
3. Januar 2013 Von Dr. Dylan Selterman
Stellen Sie sich vor, Sie kaufen ein neues Handy. Hätten Sie lieber viele verschiedene Optionen oder nur 1-2 Möglichkeiten? Normalerweise gehen die Leute davon aus, dass es besser ist, mehr Auswahl zu haben. Tatsächlich zahlen die Leute in Experimenten, die Spielshows nachahmen („Was steckt hinter Tür Nr. 1?“) mehr Geld, um mehr Auswahlmöglichkeiten zu haben. Aber ironischerweise kann eine größere Auswahl eine Quelle der Verzweiflung sein. Die Menschen sind mit ihrer Entscheidung weniger zufrieden, wenn sie eine Reihe verschiedener Optionen zur Auswahl haben, und manchmal erleben die Menschen eine Lähmung nach der anderen (sie geben auf und wählen überhaupt nichts). Einige Wissenschaftler bezeichnen dies als „Paradox der Wahl“ – viele Entscheidungen fühlen sich an wie etwas, das wir wollen, aber es ist schlecht für uns.1
Neue Forschungsergebnisse legen nahe, dass die Art und Weise, wie wir uns in unseren Beziehungen unterstützt fühlen, beeinflusst, wie attraktiv wir es finden, viele Optionen/Auswahlmöglichkeiten zu haben.2 Forscher manipulierten, ob sich Menschen unterstützt und umsorgt fühlten, indem sie Studienteilnehmer ein paar Minuten lang über eine unterstützende oder nicht unterstützende Beziehung schreiben ließen in ihrem Leben (zB Familie, Freund, Romantiker). In einer Kontrollbedingung schrieb eine andere Gruppe von Teilnehmern über etwas, das nichts mit Beziehungen zu tun hatte (zB ein Objekt, das der Teilnehmer besitzt). Die Forscher maßen dann die Präferenzen der Teilnehmer, mehr Optionen zur Auswahl zu haben, indem sie die Teilnehmer baten, sich (hypothetisch) vorzustellen, ein neues Mobiltelefon zu kaufen. Abgesehen von den Telefonkosten durften die Teilnehmer eine zusätzliche Gebühr zahlen, um mehr Optionen zur Auswahl zu haben. Konkret wurden den Teilnehmern folgende Alternativen gegeben:
Option A: Sie müssen sich nicht entscheiden, welches Telefon Sie nehmen möchten. Das Unternehmen entscheidet für Sie. Option B: Gegen eine Gebühr von 5 USD können Sie 3 der 9 verfügbaren Modelle anzeigen und auswählen. Option C: Gegen eine Gebühr von 10 USD können Sie 6 der 9 verfügbaren Modelle anzeigen und auswählen. Option D: Gegen eine Gebühr von 15 USD können Sie 9 der 9 verfügbaren Modelle anzeigen und auswählen. Teilnehmer an der Kontrollbedingung (keine Beziehung / weder unterstützend noch nicht unterstützend) wählten am häufigsten Option D – sie wollten viele Möglichkeiten, auch wenn sie dafür mehr Geld bezahlen mussten. Dies stimmt mit dem überein, was wir bereits wussten: Menschen bevorzugen eine Reihe von Optionen und sind sich nicht bewusst, dass mehr Auswahl oft zu Stress führt. Wichtig ist, dass die Teilnehmer in der Bedingung “Nicht unterstützende Beziehung” das gleiche Denkmuster zeigten (dh sie zeigten eine Präferenz für mehr Auswahlmöglichkeiten), was darauf hindeutet, dass die bloße Vorstellung einer Beziehung (wenn es sich um eine beschissene, nicht unterstützende Beziehung handelt) die gleiche Auswirkung auf das Urteilsvermögen hat wie überhaupt keine Beziehung.
Aber Teilnehmer in der unterstützenden Beziehungsbedingung (diejenigen, die darauf vorbereitet waren, sich geliebt und umsorgt zu fühlen) wählten eher die Optionen A, B oder C (anstatt Option D). Mit anderen Worten, diese „auf Unterstützung vorbereiteten“ Teilnehmer fühlten sich viel wohler, wenn sie weniger Optionen zur Auswahl hatten. In einer zweiten Studie fanden die Forscher das gleiche Ergebnis (außer dass die Teilnehmer sich vorstellten, ein Paar Schuhe statt eines Mobiltelefons zu wählen).2
Warum ist das passiert? Warum führte das Gefühl der Unterstützung dazu, dass man weniger Optionen zur Auswahl bevorzugte? Die Forscher argumentieren, dass das Gefühl der Unterstützung dazu führt, dass sich Menschen ruhiger und weniger ängstlich fühlen, was dann den Entscheidungsprozess beeinflusst. Wenn Sie bei der Entscheidung zwischen Mobiltelefonen entspannter sind, brauchen Sie nicht viele Optionen zur Auswahl und fühlen sich bei Ihren Entscheidungen sicherer. Wie die Forscher anmerken: „Unterstützende Beziehungen helfen, Angstzustände zu unterdrücken und die Menschen zu beruhigen, indem sie ihnen helfen, sich sicherer und ruhiger zu fühlen. Dies sollte den Bedarf an Kontrolle und Auswahl verringern.“ Mit anderen Worten, Menschen neigen dazu, mehr Auswahlmöglichkeiten zu haben, teilweise weil sie befürchten, eine großartige Option zu verpassen, aber wenn sie sich von ihren Lieben unterstützt fühlen, müssen sie sich weniger Sorgen machen, sie zu verpassen.
1 Schwartz, B. (2004). Das Paradox der Wahl: Warum mehr weniger ist. New York, NY: Harper Collins.
2Ybarra, O., Lee, DS, & Gonzalez, R. (2012). Unterstützende soziale Beziehungen dämpfen die Attraktivität der Wahl. Psychologische Wissenschaft, 23(10), 1186-1192.
Dr. Dylan Selterman – Artikel | Website/CV
Dr. Seltermans Forschung konzentriert sich auf sichere vs. unsichere Persönlichkeit in Beziehungen. Er untersucht, wie Menschen von ihren Partnern (und Alternativen) träumen und wie Träume das Verhalten beeinflussen. Darüber hinaus untersucht Dr. Selterman sichere Basisunterstützung bei Paaren, Eifersucht, Moral und autobiografischem Gedächtnis.
Bildquelle: yahoo.com
